Basketball-Regelkunde: Regelübertretungen



Allgemeines


Regelübertretungen der angreifenden Mannschaft haben den Verlust des Ballbesitzes zur Folge. Sie werden auch als Turnovers (engl.: Ballverluste) bezeichnet und resultieren fast immer aus Fehlern des ballführenden Spielers.

Aus diesem Grund legen die meisten Trainer größten Wert darauf, einen zuverlässigen Aufbauspieler in ihrem Team zu haben, der möglichst wenige Turnovers produziert. Die Mannschaft welche die meisten Ballverluste verursacht, verliert fast immer auch das Spiel. Die folgenden Fehler sorgen dafür, dass einem Coach sehr schnell sehr viele graue Haare wachsen.


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Goaltending


Die Schiedsrichter pfeifen Goaltending (engl.: illegales Stören des Balles über Ringniveau) und bewerten einen Korbwurfversuch als erfolgreich, wenn der Verteidiger illegal einen Schuss stört. Nicht erlaubt ist es, einen Ball auf dem Weg zum Korb zu berühren, sobald dieser den höchsten Punkt erreicht hat und sich im Abwärtsflug befindet. Weiterhin darf ein Verteidiger weder das Netz oder den Ring berühren, wenn sich der Ball auf diesem befindet.


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Kicking


Ein Spieler darf den Ball nicht mit dem Fuß (Kicking: engl.: Treten des Balles mit dem Fuß) treten. Dies führt dazu, dass die angreifende Mannschaft den Ball zum Einwurf erhält und die 24-Sekunden-Uhr von vorne anfängt zu zählen. Das zufällige Berühren des Balles mit einem Teil des Beines oder des Fußes ist keine Regelübertretung (bei vielen Spielen kann man erleben, dass Zuschauer diese Regel nicht so gut kennen).


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Spieler im Aus / Ball im Aus


Ein Spieler ist im Aus, wenn er mit irgendeinem Körperteil die Grenzlinie oder etwas außerhalb der Grenzlinie berührt. Der Ball ist im Aus, wenn er die Grenzlinie oder irgendetwas außerhalb der Grenzlinie berührt, wenn er einen Spieler der sich im Aus befindet berührt, oder wenn er die Rückseite der Spielbretter oder einen Gegenstand über oder hinter den Spielbrettern berührt. Derjenige der den Ball zuletzt berührt, hat den Ausball verursacht. Die gegnerische Mannschaft darf den Ball von der Stelle einwerfen, an der der Ball ins Aus gegangen ist.


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Dribbling & Schritte


Wenn ein Spieler, der den Ball dribbelt, den Ball in die Hand nimmt, endet das Dribbling. Ab diesem Zeitpunkt darf er nur noch einen Sternschritt machen, den Ball einem anderen Spieler zupassen, oder einen Korbwurf machen. Wenn man nach Beendigung des Dribblings wieder beginnt zu dribbeln, handelt es sich um einen Regelverstoß und die gegnerische Mannschaft bekommt den Ball (Einwurf).

Bei einem Sternschritt ist der Fuß der Standfuß, welcher beim Beenden des Dribblings als erster den Boden berührt hat. Mit dem anderen Fuß darf der Spieler beliebig oft, in beliebige Richtungen Schritte machen, solange er den Standfuß nicht hebt.

Wenn der Spieler mit beiden Füßen gleichzeitig den Boden berührt, kann er sich den Standfuß aussuchen. Sobald er einen Fuß hebt, wird automatisch der andere zum Standfuß. Nachdem der Standfuß festgelegt wurde darf der Spieler den Standfuß bei einem Korbwurfversuch oder Zuspiel heben, aber nicht wieder aufsetzen, bevor der Ball seine Hände nicht verlassen hat. Tut er dies dennoch ist das ein Schrittfehler und die andere Mannschaft bekommt den Ball (Einwurf). Wenn ein Spieler, während er in Ballbesitz ist, niederfällt, oder im Sitzen/Liegen den Ball bekommt, ist das kein Regelverstoß, solange er sich am Boden nicht fortbewegt.


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Schrittfehler


Ein Spieler, der den Ball in seinen Händen halt, darf sich zwar bewegen, er muss jedoch einen Fuß fest am Boden lassen. Das dazugehörige Bein wird auch als Standbein bezeichnet und darf während dieser Aktion nicht gewechselt werden. Mit dem anderen Fuß kann ersich in jede Richtung solange er will bewegen. Beginnt er ein Dribbling, darf er das Standbein erst anheben, wenn der Ball seine Hand verlassen hat.

Doppeldribbel: Die Schiedsrichter pfeifen ein Doppeldribbel, wenn ein Spieler nach einem Dribbling abstoppt, den Ball aufnimmt und dann wieder zu Dribbeln anfängt. Ruht der Ball nach einem Dribbling in der Hand, kann man diesen nur noch passen oder auf den Korb werden. Auch das gleichzeitige Dribbeln mit beiden Händen ist nicht zulässig.


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Ball führen


Ein Spieler, der den Ball dribbelt, muss immer seine Hand über dem Ball haben. Er darf nicht die Hand unter den Ball bringen oder den Ball während des Dribblings festhalten.


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Rückfeldregel


Wenn die Mannschaft, die den Ball kontrolliert den Ball schon ins Vorfeld gebracht hat, darf der Ball nicht mehr ins Rückfeld gespielt werden und dort von einem Spieler der selben Mannschaft berührt werden. Wir der Ball ins Rückfeld gespielt, so führt dies zu einem Ballverlust.


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Regelübertretungen beim Freiwurf


Diese Regel betrifft sowohl Angreifer als auch Verteidiger. Während der Ausführung eines Freiwurfes müssen die Spieler an der Seite des Freiwurfraumes stehen und dürfen erst zum Rebound gegen, wenn der Ball die Hand des Freiwerfers verlassen hat. Geht einer der Verteidiger zu früh in die Zone, wird der Wurf wiederholt, wenn er nicht erfolgreich war.

Das zu frühe Hineinlaufen eines Angreifers wird nur durch einen Einwurf von der Seitenlinie bestraft, wenn der Werfer nicht erfolgreich ist. Ansonsten wird diese Übertretung ignoriert. Der Freiwurfschütze selbst darf erst in die Zone, wenn der Ball den Ring berührt hat. Missachtet er diese Bestimmung, wird ein erfolgreicher Wurf nicht gezählt und es gibt Ballbesitz für die gegnerische Mannschaft.


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