Basketball-Regelkunde: Die Geschichte des Basketballs



Die weltweit am weitesten verbreitete Sportart


Basketball ist mit über 300 Millionen Aktiven die am meisten verbreitete Sportart und wird somit weltweit von den meisten Menschen betrieben. Deshalb sind auch viele englische Begriffe in dieser Sportart zu finden.

Hinzu kommt die Tatsache, dass Basketball (nach Eishockey) die schnellste Mannschaftsballsportart ist. Das erklärte Regelwerk fordert ein ständiges Tempospiel mit technisch anspruchsvoller Körperbeherrschung. Schon der ehemalige Handball-Bundestrainer Simon Schobel forderte in seinem Lehrbuch vor gut zwanzig Jahren, dass Handballspieler zur Verbesserung ihrer technischen Fertigkeiten mindestens einmal in der Woche Basketball spielen sollten.


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Der Ursprung des Basketballs


Im Dezember 1891 stellte Prof. James Naismith seiner Turnklasse am Springfield College (Massachusetts/USA) erstmals seine neueste, noch namenlose Erfindung vor. Naismith, ein Sportlehrer, nagelte auf beiden Seiten der Sporthalle je einen Pfirsichkorb an den untersten Rand der dort befindlichen Balkone.

James Naismith hatte erkannt, dass die Kampfbetontheit in anderen Ballsportarten dadurch entsteht, dass sich das ganze Spielgeschehen in derselben Ebene abspielt (so z.B. im Fußball). Er suchte eine weniger kämpferische Sportart mit geringerem Verletzungsrisiko, der die 18 Studenten in der Klasse im Winter ablenken sollte. Zu diesem Zweck verlagerte er die Körbe in eine andere Ebene als die Spieler. Körperlos sollte der Sport sein, damit die Mannschaft gewinnt, die am besten harmoniert.

Um zu verhindern, dass Zuschauer von der Galerie aus Korbwürfe beeinflussen können, wurde hinter dem Korb ein Brett montiert. Auf diese Idee kam er, als er Arbeiter einer Fabrik sah, die in ihrer Mittagspause mit einem Ball spielten, den sie durch eine an der Wand aufgehängte Obstkiste zu werfen versuchten.

Zum Schluss tackerte er eine Liste von dreizehn Regeln, die das neue Spiel ordnen sollten, an das schwarze Brett. Sobald das erste Spiel beendet war, wurden die Regeln gestohlen. (Vermutlich war das Gebot "Klau nicht die Regeln" kein Bestandteil der Liste.)

Einige Tage später gestand einer der Studenten, Frank Mahon, die Tat. "Ich habe sie genommen", sagte er zu Naismith. "Ich wusste, dass dieses Spiel ein Erfolg werden würde, und habe mir ein Souvenir sichern wollen. Aber ich sehe ein, dass es besser ist, wenn Sie im Besitz der Regeln sind."

Mahon büßte später für sein Verbrechen mit der Verpflichtung, der jungen Sportart einen Namen zu geben. Naismith Ball wurde vom Erfinder selbst verworfen, so dass sein Schüler Basketball vorschlug. "Wir haben einen Basket (engl.: Korb) und einen Ball", überlegte Naismith, "da scheint mir Basketball ein passender Name zu sein."

Diese Bezeichnung hat sich in fast allen Sprachen der Welt durchgesetzt. Lediglich in vereinzelten Nationen, wie beispielsweise Italien, wo Basketball mit pallacanestro übersetzt wird, verzichtet man auf den amerikanischen Begriff.



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